Die progressive systemische Sklerose (PSS), auch als systemische Sklerodermie bezeichnet, ist eine Autoimmunerkrankung des Bindegewebes. Sie ist durch eine langsam fortschreitende Fibrose gekennzeichnet, die zu einer Verhärtung und Verdickung von Haut und inneren Organen führen kann. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu strukturellen Veränderungen des Bindegewebes, die verschiedene Organsysteme betreffen können, darunter Haut, Lunge, Herz und Nieren. Ein wichtiger serologischer Marker für diese Erkrankung sind Scl-70-Autoantikörper, die als spezifischer Hinweis auf eine systemische Sklerose gelten und zur diagnostischen Abklärung beitragen.
Polymyositis und Dermatomyositis
Polymyositis und Dermatomyositis gehören zu den idiopathischen entzündlichen Muskelerkrankungen, deren genaue Ätiologie bislang nicht vollständig geklärt ist. Charakteristisch für diese Erkrankungen sind entzündliche Veränderungen der Muskulatur, die zu Muskelschwäche und Funktionsstörungen führen können. Bei vielen Patienten lassen sich spezifische Autoantikörper nachweisen, insbesondere Antikörper gegen tRNA-Transferasen wie Jo-1, PL-7 und PL-12, die häufig bei Myositis-Patienten auftreten. Darüber hinaus gelten Antikörper gegen das Signal Recognition Particle (SRP) als spezifische Marker für Polymyositis.
Diagnostische Bedeutung von Myositis-Autoantikörpern
Ein weiterer wichtiger serologischer Marker ist der Mi-2-Autoantikörper, der nahezu ausschließlich bei Patienten mit Dermatomyositis nachgewiesen wird. Das Vorhandensein dieser Antikörper ist häufig mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf verbunden. Die Bestimmung dieser Autoantikörper spielt daher eine wichtige Rolle bei der Differenzierung verschiedener entzündlicher Muskelerkrankungen sowie bei der Einschätzung von Krankheitsverlauf und Prognose.
