86448 – Anti-GBM IFA

Highlights
- Objektträger mit Affennierengewebeschnitten beschichtet
- Screeningtest zur Unterstützung der Diagnose von Autoimmun-Glomerulonephritiden, einschließlich Goodpasture-Syndrom
- Detektiert IgG-Antikörper gegen die glomeruläre Basalmembran (GBM)
- Gebrauchsfertige Reagenzien (außer PBS-Waschpuffer)
- Lineares Fluoreszenzmuster entlang der GBM weist auf das Vorhandensein von Antikörpern hin
- Ermöglicht die qualitative und semiquantitative Bewertung von Antikörpertitern
- Hohe diagnostische Sensitivität (>90 %) und Spezifität (>99 %)
- Für die manuelle In-vitro-Diagnostik entwickelt
- CE-gekennzeichnet
Zweckbestimmung
Der Anti-GBM IFA ist ein Immunfluoreszenzassay (IFA) zur qualitativen und semi-quantitativen Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum gegen die glomeruläre Basalmembran auf Gewebeschnitten der Affenniere. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von autoimmunen Glomerulonephritiden in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Goodpasture-Syndrom und Anti-GBM-Antikörper
Das Goodpasture-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung der Niere, ist durch das gleichzeitige Auftreten einer proliferativen Glomerulonephritis mit Lungenblutungen sowie durch die Bildung von Autoantikörpern gegen die glomeruläre Basalmembran (Anti-GBM) gekennzeichnet. Der Nachweis dieser pathogenen zirkulierenden Autoantikörper stellt einen wichtigen diagnostischen Marker dar und ermöglicht eine frühzeitige Identifikation der Erkrankung. Da die Erkrankung häufig einen raschen und schweren Verlauf nimmt, ist eine schnelle und zuverlässige labordiagnostische Abklärung von großer Bedeutung.
Funktion der glomerulären Basalmembran
Die glomeruläre Basalmembran (GBM) bildet eine zentrale strukturelle Komponente der Nierenkörperchen. Sie fungiert als anatomische Barriere zwischen den Epithelzellen der Glomeruli und dem umliegenden Bindegewebe und spielt eine entscheidende Rolle bei der Ultrafiltration des Blutes in der Niere. Autoantikörper gegen Bestandteile der GBM können diese Filterfunktion beeinträchtigen und zu entzündlichen Veränderungen der Glomeruli führen, die schließlich eine eingeschränkte Nierenfunktion oder ein akutes Nierenversagen verursachen können.
Differenzialdiagnose von Autoimmunnephritiden
Ein weiteres klinisch relevantes Krankheitsbild im Zusammenhang mit Autoimmunreaktionen der Niere ist die rasch fortschreitende Glomerulonephritis (RPGN). Sie stellt ein gemeinsames Merkmal verschiedener Autoimmunerkrankungen dar und ist durch einen schnellen Verlust der Nierenfunktion gekennzeichnet. Die Differenzialdiagnose von Autoimmunnephritiden erfordert daher eine umfassende serologische Untersuchung. Neben dem Nachweis von Antikörpern gegen die glomeruläre Basalmembran werden häufig auch Antikörper gegen neutrophile zytoplasmatische Antigene (ANCA) sowie antinukleäre Antikörper (ANA) bestimmt. Diese Marker sind wichtig für die Abgrenzung verschiedener Krankheitsbilder, beispielsweise ANCA-assoziierter Vaskulitiden oder der Lupusnephritis.
Produktspezifikationen
| Titel | Anti-GBM IFA |
| Produktcode | 86448 |
| Indikation | Autoimmun-Glomerulonephritiden |
| Beschreibung | Immunfluoreszenzassay (IFA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum gegen die glomeruläre Basalmembran |
| Format | Objektträger beschichtet mit Kryostat-Gewebeschnitten von Affennieren |
| Gesamte Inkubationszeit | 60 min. |
| Probenvolumen | 50 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 48 (12 x 4) |
Öffentliche Downloads
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