5003 – Anti-Gangliosid Dot

Highlights
- Nachweis von IgG- und/oder IgM-Antikörpern gegen Ganglioside
- Entwickelt als Hilfsmittel zur Diagnose peripherer neurologischer Erkrankungen
- Qualitätsgesicherte Handhabung in Routinelabors
- Gebrauchsfertige Teststreifen mit mehreren Gangliosid-Antigenen (GM1, GM2, GM3, GM4, GD1a, GD1b, GD2, GD3, GT1a, GT1b, GQ1b, Sulfatid)
- Kolorimetrischer Nachweis mittels Meerrettichperoxidase und TMB-Substrat
- Quantitative Auswertung mit chargenspezifischer Interpretationskarte
- CE-gekennzeichnet
- Automatisierbar
Zweckbestimmung
Der Anti-Gangliosid Dot ist ein qualitativer Line Immunoassay zur Bestimmung von IgG und / oder IgM Antikörpern gegen Ganglioside in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von autoimmunen Neuropathien in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Die Symptome entzündlicher Neuropathien des peripheren Nervensystems (PNS) können stark variieren. Leichte Fälle zeigen unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Taubheitsgefühle oder unerklärliches Unwohlsein. Schwere Verläufe führen zu ernsthaften Funktionsstörungen, darunter neuromuskuläre Defizite, Atemlähmung oder Herzrhythmusstörungen, die lebensbedrohlich sein können.
Rolle der Ganglioside und Autoantikörper
Ganglioside, saure Glykolipide bestehend aus Ceramid, Oligosacchariden und Sialinsäure, sind essentielle Bestandteile von Zellmembranen und besonders im zentralen und peripheren Nervensystem verbreitet. Autoantikörper gegen Ganglioside werden häufig bei Patienten mit peripheren Neuropathien nachgewiesen. Diese Antikörper greifen spezifische Gangliosidstrukturen an, was zu einer Schädigung der Myelinscheide oder der Axone führen kann.
Infektiöse Auslöser und molekulare Kreuzreaktionen
Infektionen mit Mikroorganismen wie Campylobacter jejuni, Cytomegalievirus, Epstein-Barr-Virus, Mycoplasma pneumoniae oder Haemophilus influenzae erhöhen das Risiko für entzündliche Neuropathien. Dabei können Antikörper, die ursprünglich gegen Gangliosidstrukturen dieser Erreger gerichtet sind, mit Gangliosiden der Nervenzellen kreuzreagieren. Diese molekulare Kreuzreaktion aktiviert entzündliche Prozesse und kann eine Demyelinisierung der Nervenfasern auslösen, die für die klinische Symptomatik verantwortlich ist.
Publikationen
- Kleiser et al., (2024) Anti-Sulfatide Antibodies in Neurological Disorders: Should We Test?
- Giesche et al., (2024) Antiganglioside Antibody Frequency in Routine Clinical Care Settings
- Gastaldi et al., (2020) Antibody Diagnostics in Neuroimmunology: Experience from the 2018 Italian Neuroimmunology Association EQA Program
- Klehmet et al., (2018) Analysis of Anti-ganglioside Antibodies Using a Line Immunoassay in Patients with CIDP
- Franciotta et al., (2018) Anti-ganglioside Antibodies: Experience from the Italian Association of Neuroimmunology EQA Scheme
- Caudie et al., (2013) Comparison of Commercial Tests for Detecting Multiple Anti-Ganglioside Autoantibodies in Patients with Well-Characterized Immune-Mediated Peripheral Neuropathies
Produktspezifikationen
| Titel | Anti-Gangliosid Dot |
| Produktcode | 5003 |
| Indikation | Autoimmun-Neuropathien |
| Beschreibung | Line Immunoassay zur qualitativen Bestimmung von IgG und/oder IgM Antikörpern gegen Ganglioside in humanem Serum |
| Format | Teststreifen beschichtet mit GM1, GM2, GM3, GM4, GD1a, GD1b, GD2, GD3, GT1a, GT1b, GQ1b und Sulfatiden |
| Gesamte Inkubationszeit | 190 min. |
| Probenvolumen | 10 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 24 x 12 |
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