4123 – AKLIDES® Anti-GBM

Highlights
- Verwendung von gereinigtem Kaninchen-IgG als Festphasen-Antigen
- Affen-Nierengewebeschnitte als Substrat für zuverlässige Visualisierung der Antikörperbindung
- Unterstützt die Diagnose von autoimmunen Glomerulonephritiden, einschließlich Goodpasture-Syndrom
- Erleichtert die Differentialdiagnose von schnell fortschreitender Glomerulonephritis (RPGN) neben ANCA- und ANA-Tests
- Charakteristische Fluoreszenzmuster ermöglichen eine sichere Interpretation
- Gebrauchsfertige Reagenzien (außer Waschpuffer) für einen optimierten Laborablauf
- Charakteristische Fluoreszenzmuster ermöglichen eine sichere Interpretation
- Automatisierte Bildgebung mit AKLIDES®- und/oder akiron®-Systemen
- CE-gekennzeichnet
Zweckbestimmung
Der AKLIDES® Anti-GBM ist ein Immunfluoreszenzassay (IFA) zur qualitativen Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum gegen die glomeruläre Basalmembran auf Gewebeschnitten der Affenniere. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von autoimmuner Glomerulonephritis in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für die manuelle Prozessierung und automatische Bildverarbeitung im AKLIDES® oder akiron® System bestimmt. Der Immunoassay ist für den professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Goodpasture-Syndrom und Anti-GBM-Antikörper
Das Goodpasture-Syndrom ist eine seltene, aber schwere Autoimmunerkrankung, die vor allem die Nieren und die Lunge betrifft. Charakteristisch ist das gleichzeitige Auftreten einer proliferativen Glomerulonephritis mit Lungenblutungen sowie die Bildung von Autoantikörpern gegen die glomeruläre Basalmembran (Anti-GBM-Antikörper). Diese Antikörper binden an die Basalmembran, führen zu Entzündungen und Gewebeschädigungen und sind ein entscheidender diagnostischer Marker für das Syndrom. Die glomeruläre Basalmembran fungiert als Barriere zwischen Nierenepithelien und Bindegewebe und spielt eine zentrale Rolle bei der Ultrafiltration des Blutes. Eine Schädigung der GBM durch Autoantikörper beeinträchtigt die Filterfunktion der Niere, was zu Proteinurie, Hämaturie und in schweren Fällen zu akutem Nierenversagen führen kann.
Rasch fortschreitende Glomerulonephritis und Differentialdiagnose
Die rasch fortschreitende Glomerulonephritis (RPGN) ist ein klinisches Syndrom, das durch eine schnelle Abnahme der Nierenfunktion gekennzeichnet ist. RPGN tritt bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten auf und kann sowohl durch Anti-GBM-Antikörper, Anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA) oder antinukleäre Antikörper (ANA) ausgelöst werden. Die Differenzialdiagnose von Autoimmunnephritiden erfordert daher die parallele Bestimmung dieser Antikörper. Anti-GBM-Antikörper sind typisch für das Goodpasture-Syndrom, während ANCA charakteristisch für Morbus Wegener und Vaskulitis-assoziierte RPGN ist. ANA hingegen sind ein typisches Merkmal der Lupusnephritis.
Eine kombinierte Analyse dieser Autoantikörper ermöglicht eine präzise Diagnose, unterstützt die Auswahl der geeigneten Therapie und trägt dazu bei, die Prognose der Patienten zuverlässig zu beurteilen.
Produktspezifikationen
| Titel | AKLIDES® Anti-GBM |
| Produktcode | 4123 |
| Indikation | Autoimmun-Glomerulonephritiden |
| Beschreibung | Immunfluoreszenzassay (IFA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum gegen glatte Muskulatur |
| Format | Objektträger beschichtet mit Kryostat-Gewebeschnitten von Affennieren |
| Inkubationszeit | 60 min. |
| Probenvolumen | 50 µL serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 48 (12 x 4) |
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