4041 – Anti-ß2 GP-I

Highlights
- Verwendung von IgG- und/oder IgM-Antikörpern gegen β2-Glykoprotein I (β2-GP I)
- Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: Waschpuffer), farb- und barcodiert
- Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
- Kurze Inkubationszeiten (60 min / 30 min / 15 min) bei Raumtemperatur
- Quantitative Bestimmung von IgG- und/oder IgM-Antikörpern
- Hohe diagnostische Sensitivität und Spezifität für das Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS)
- Hohe Präzision und Linearität innerhalb des Messbereichs
- CE-gekennzeichnet
- Automatisierbar
Zweckbestimmung
Der Anti-ß2-GP-I ist ein quantitativer Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zur Bestimmung von IgG und / oder IgM Antikörpern gegen β2-Glycoprotein I in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose des Antiphospholipid Antikörper Syndroms (APAS) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Relevanz
Das Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich durch Symptome wie Thrombozytopenie, arterielle oder venöse Thrombosen sowie wiederkehrende fetale Verluste äußern kann. Auch der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist durch Autoantikörper gekennzeichnet, die gegen negativ geladene Phospholipide gerichtet sind. Der Nachweis solcher Autoantikörper ist etabliert und spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik systemischer Autoimmunerkrankungen.Bei Autoimmunpatienten richten sich Phospholipid-Antikörper häufig nicht direkt gegen Phospholipide, sondern gegen Phospholipid-Protein-Komplexe. Ein wichtiger Kofaktor ist β2-Glykoprotein I (β2-GP I), ein etwa 50 kDa großes Serumprotein, das unter anderem die Thrombozytenaggregation und Blutgerinnung beeinflusst.
Negativ geladene Phospholipide wie Cardiolipin können mit der fünften Domäne von β2-GP I interagieren. Diese Wechselwirkung führt zu strukturellen Veränderungen des Proteins und zur Bildung neuer Epitope, die vom Immunsystem als fremd erkannt werden und die Bildung von Autoantikörpern gegen β2-Glykoprotein I auslösen können. Antikörper gegen β2-Glykoprotein I gehören zu den wichtigsten serologischen Markern des APAS und sind ein zentraler Bestandteil der Labordiagnostik. In Kombination mit weiteren Antiphospholipid-Antikörpern, beispielsweise gegen Cardiolipin oder dem Lupus-Antikoagulans, kann die diagnostische Aussagekraft weiter erhöht werden. Die Bestimmung der Anti-β2-Glykoprotein-I-Antikörper erfolgt in der Regel mittels immunologischer Testverfahren wie Enzymimmunoassays (ELISA), die eine sensitive und spezifische quantitative Bestimmung der Antikörperklassen IgG und IgM im Serum ermöglichen.
Publikationen
Produktspezifikationen
| Titel | Anti-ß2 GP-I |
| Produktcode | 4041 |
| Indikation | Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) |
| Beschreibung | Enzymimmunoassay zur Bestimmung von IgG und/oder IgM Antikörpern gegen β2-Glykoprotein I (β2-GP I) in humanem Serum |
| Format | Mikrotiterplatte beschichtet mit β2-Glykoprotein I |
| Gesamte Inkubationszeit | 105 min. |
| Probenvolumen | 10 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 96 (89 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen |
Öffentliche Downloads
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