4030 – HepAKplus Dot

Highlights
- Verwendung hochgereinigter und rekombinanter leberspezifischer Antigene (M2, LKM1, LC1, SLA und F-Aktin)
- Gleichzeitiger qualitativer Nachweis mehrerer IgG-Autoantikörper auf einem einzigen Teststreifen
- Unterstützt die serologische Differenzierung von Autoimmunlebererkrankungen, einschließlich AIH, PBC und PSC
- Ermöglicht die Erstellung von Antikörperprofilen für die AIH-Subtypen I, II und III
- Eindeutige visuelle Auswertung mit optionaler Dokumentation mithilfe einer Auswertungsvorlage
- Manueller Dot-Immunoassay für den professionellen Einsatz in der In-vitro-Diagnostik
- CE-gekennzeichnet
Zweckbestimmung
Der HepAKplus Dot ist ein qualitativer Dot Immunoassay zur Bestimmung von IgG Antikörpern gegen M2, LKM1, LC1, SLA und F-Aktin in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von autoimmunen Lebererkrankungen in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Primäre autoimmune Lebererkrankungen (PAL) wie die autoimmune Hepatitis (AIH), die primär biliäre Zirrhose (PBC) und die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) gehören zu einer Gruppe chronischer Lebererkrankungen mit immunologischer Ursache. Charakteristisch für diese Erkrankungen ist eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der das Immunsystem körpereigene Leberstrukturen angreift. Infolgedessen kommt es zu chronischen Entzündungsprozessen und strukturellen Veränderungen des Lebergewebes.
Da diese Erkrankungen mit der Bildung spezifischer Autoantikörper einhergehen, ist die serologische Bestimmung dieser Marker ein wichtiger Bestandteil der diagnostischen Abklärung. Vor der Diagnose einer autoimmunen Lebererkrankung müssen jedoch infektiöse Ursachen, insbesondere virale Hepatitiden, ausgeschlossen werden.
Autoantikörper als diagnostische Marker
Die verschiedenen Formen autoimmuner Lebererkrankungen sind durch unterschiedliche Autoantikörperprofile gekennzeichnet. Bei der primär biliären Zirrhose (PBC) ist insbesondere das Auftreten von Antikörpern gegen mitochondriale Antigene, vor allem gegen das M2-Antigen, typisch und gilt als wichtiger serologischer Marker.
Bei der autoimmunen Hepatitis (AIH) können mehrere Autoantikörper nachgewiesen werden. Dazu gehören vor allem antinukleäre Antikörper (ANA), Antikörper gegen glatte Muskulatur (ASMA), Antikörper gegen mikrosomale Leber- und Nierenantigene (LKM) sowie Antikörper gegen das lösliche Leberantigen (SLA). Das spezifische Muster dieser Autoantikörper hilft, die unterschiedlichen Subtypen der Erkrankung zu unterscheiden und unterstützt die Diagnosestellung.
Besonderheiten der primär sklerosierenden Cholangitis
Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) zeigt häufig klinische Zusammenhänge mit entzündlichen Darmerkrankungen und kann daher auch darmbezogene Symptome aufweisen. Serologisch werden bei PSC häufig ANCA-Muster beobachtet, die beispielsweise mittels indirekter Immunfluoreszenz auf Neutrophilen nachgewiesen werden können. Diese Antikörper liefern zusätzliche Hinweise auf die zugrunde liegende immunologische Aktivität und tragen zur Differenzialdiagnose chronischer Lebererkrankungen bei.
Produktspezifikationen
| Titel | HepAKplus Dot |
| Produktcode | 4030 |
| Indikation | Autoimmunerkrankung der Leber |
| Beschreibung | Dot-Immunoassay zur qualitativen Bestimmung von IgG-Antikörpern gegen M2, LKM1, LC1, SLA und F-Actin in humanem Serum |
| Format | Teststreifen beschichtet mit M2, LKM1, LC1, SLA und F-Actin |
| Gesamte Inkubationszeit | 80 min. |
| Probenvolumen | 10 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 24 x 5 |
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