50411 – DotDiver Anti-Phospholipid IgM
Highlights
- Qualitativer Dot-Immunoassay für IgG-Antikörper gegen MPO, PR3 und GBM
- Verwendet hochgereinigte native (MPO, PR3) und rekombinante (GBM) humane Antigene
- Unterstützt die Diagnose von ANCA-assoziierter Vaskulitis und autoimmunen Nierenerkrankungen
- Ermöglicht die Unterscheidung zwischen PR3-, MPO- und GBM-assoziierten Erkrankungen
- Nachweis krankheitsrelevanter Autoantikörper bei systemischer Vaskulitis und Goodpasture-Syndrom
- Gleichzeitige Analyse mehrerer Autoantikörper auf einem Teststreifen
- Manueller Test für den professionellen In-vitro-Diagnostikgebrauch
- CE-gekennzeichnet
Zweckbestimmung
Der DotDiver Anti-Phospholipid IgM ist ein qualitativer Line Immunoassay zur Bestimmung von IgM Antikörpern gegen Phospholipide und Serumproteine in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose des Antiphospholipid Antikörper Syndroms (APAS) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriums-medizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für die halbautomatisierte Anwendung mit dem DotDiver Instrument bestimmt. Der DotDiver Anti-Phospholipid IgM ist für den professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Pathophysiologie des Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndroms (APAS)
Das Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) ist eine Autoimmunerkrankung, die klinisch durch Thrombozytopenie, arterielle und venöse Thrombosen sowie wiederkehrende fötale Verluste auffällt. Ähnlich wie beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) ist APAS durch das Vorhandensein von Autoantikörpern gekennzeichnet, die negativ geladene Phospholipide erkennen.
Bindung an Plasmaprotein-Kofaktoren
Bei Autoimmunpatienten erkennen diese Antikörper Phospholipide, die mit Plasmaprotein-Kofaktoren wie β2-Glykoprotein-I (β2 GP-I) assoziiert sind. β2 GP-I ist ein Serumprotein mit einem Molekulargewicht von etwa 50 kDa, das eine zentrale Rolle bei der Thrombozytenaggregation und Blutgerinnung spielt. Die Interaktion negativ geladener Phospholipide, insbesondere Cardiolipin, mit der positiv geladenen fünften Domäne von β2 GP-I führt zu Konformationsänderungen des Proteins.
Bildung neuer Epitope und Autoimmunreaktion
Diese Konformationsänderungen erzeugen neue Epitope, die von den autoimmunen Phospholipid-Antikörpern erkannt werden. Dadurch wird die Bildung pathogener Autoantikörper ausgelöst, die direkt zur Thromboseneigung und anderen klinischen Manifestationen von APAS beitragen. Dieser Mechanismus erklärt, warum Patienten mit APAS ein deutlich erhöhtes Risiko für Thrombosen und wiederkehrende Schwangerschaftskomplikationen aufweisen.
Diagnostische Relevanz
Der Nachweis von Anti-Cardiolipin- und Anti-β2-Glykoprotein-I-Antikörpern ist entscheidend für die Diagnostik und das Monitoring von APAS. In Fällen, in denen Anti-Cardiolipin-Antikörper negativ sind, können andere Phospholipid-Antikörper zur Differentialdiagnose herangezogen werden, um eine präzise Bewertung des Krankheitsrisikos zu gewährleisten.
Produktspezifikationen
| Titel | DotDiver Anti-Phospholipid IgM |
| Produktcode | 50411 |
| Indikation | Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom |
| Beschreibung | Line Immunoassay zur qualitativen Bestimmung von IgM Antikörpern gegen Phospholipide und Serumproteine in humanem Serum |
| Format | Teststreifen beschichtet mit Cardiolipin, Phosphatidsäure, Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylglycerin, Phosphatidylinositol, Phosphatidylserin, Annexin V, β2-Glykoprotein I und Prothrombin |
| Gesamte Inkubationszeit | 67 min. |
| Probenvolumen | 30 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 24 x 9 |
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