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4117 – AKLIDES® AMA

Highlights

  • Objektträger mit Rattenniere-Gewebeschnitten beschichtet
  • Screening-Test zur Unterstützung der Diagnose einer primären biliären Zirrhose (PBC)
  • Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: Waschpuffer)
  • Qualitätsgesicherte Handhabung im Routinelabor
  • Kurze Inkubationszeiten (30 min / 30 min) bei Raumtemperatur
  • Konsistente Verarbeitung für den parallelen Einsatz mehrerer AKLIDES® IFA-Assays
  • Hervorragende diagnostische Sensitivität und Spezifität
  • Bildgebung unter Verwendung von AKLIDES®- oder akiron®-Systemen
  • CE-gekennzeichnet

Zweckbestimmung

Der AKLIDES® AMA ist ein Immunfluoreszenzassay (IFA) zur qualitativen Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum gegen mitochondriale Antigene auf Gewebeschnitten der Rattenniere. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose der Primären Biliären Zirrhose (PBC) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriums medizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für die manuelle Prozessierung und automatische Bildverarbeitung im AKLIDES® oder akiron® System bestimmt. Der Immunoassay ist für den professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt


Diagnostische Bedeutung

Störungen der zellulären und/oder humoralen immunologischen Reaktion führen zu Autoimmunerkrankungen. Diese Reaktionen richten sich gegen körpereigene Zellen und können dadurch verschiedene Krankheiten verursachen. Anti-mitochondriale Antikörper (AMA) reagieren vorwiegend mit der inneren Membran der Mitochondrien, die reich an Phospholipiden ist. AMA treten vor allem bei Erkrankungen wie der primär biliären Zirrhose (PBC), dem Pseudo-LE-Syndrom und verschiedenen Formen der chronisch aggressiven Hepatitis auf.

Hochtitrige AMA-Ergebnisse finden sich insbesondere bei primär biliärer Zirrhose oder nicht-supprimierenden Gallenblaseninfektionen, wobei positive Ergebnisse in etwa 90 % der Fälle auftreten. In diesen Situationen lassen sich die Antikörper oft schon vor dem Auftreten klinischer Symptome nachweisen und werden durch eine Therapie im Krankheitsverlauf nur geringfügig beeinflusst. Niedrigere Antikörpertiter können auch bei Sklerodermie, Sjögren-Syndrom, rheumatoider Arthritis oder anderen Autoimmunerkrankungen beobachtet werden, was die Bedeutung der Titerhöhe und des Musters für die Diagnose unterstreicht.

Mitochondrien sind Bestandteile vieler Zelltypen, daher ist der Nachweis von AMA mittels indirekter Immunfluoreszenz in unterschiedlichen Geweben möglich. Als Referenzsubstrat wird die Rattenniere verwendet, da sie ein charakteristisches Fluoreszenzmuster aufweist: eine feinkörnige Fluoreszenz im Zytoplasma der Nierentubuli. Besonders die distalen Tubuli enthalten einen höheren Mitochondriengehalt, wodurch sie ein intensiveres Fluoreszenzmuster zeigen als die proximalen Tubuli.

Die Analyse der AMA-Muster liefert nicht nur einen sensitiven Nachweis von Autoantikörpern, sondern kann auch Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung, den Krankheitsverlauf und das potenzielle Ansprechen auf therapeutische Maßnahmen geben. In Kombination mit klinischen Befunden, Laborparametern und anderen Autoantikörpertests ist der AMA-Nachweis ein wichtiges Instrument für die fundierte Diagnostik und Überwachung von PBC und verwandten Autoimmunerkrankungen.

 

Produktspezifikationen

Titel AKLIDES® AMA
Produktcode 4117
Indikation Primär biliäre Zirrhose (PBC)
Beschreibung Immunfluoreszenzassay (IFA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern gegen mitochondriale Antigene in humanem Serum
Format Objektträger beschichtet mit Kryostat-Gewebeschnitten von Rattennieren
Inkubationszeit 60 min.
Probenvolumen 10 µL Serum
Anzahl der Bestimmungen 48 (12 x 4)

Öffentliche Downloads

  SDS [REF 4117][eng]   SDS [REF 4117][deu]

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Aktuelle Version der Gebrauchsanweisung. Die jeweils gültige Version für die Testdurchführung finden Sie in der Produktverpackung.

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