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4056 – Anti-Phosphatidylserin

Highlights

  • Verwendung von hochgereinigtem bovinem Phosphatidylserin und humanem β2-Glykoprotein I als Beschichtungsantigene
  • Quantitative Bestimmung von IgG- und/oder IgM-Antikörpern im humanen Serum
  • Unterstützung der Diagnose des Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndroms (APAS) und verwandter Autoimmunerkrankungen
  • Differenzierung zwischen autoimmunen Phospholipid-Antikörpern und solchen, die bei Infektionskrankheiten auftreten
  • Nachweis krankheitsrelevanter Autoantikörper, die Phospholipid-Protein-Komplexe erkennen
  • Nachweis von tTG-IgG-Autoantikörpern, auch bei IgA-defizienten Zöliakiepatienten
  • Manueller Test für den professionellen in-vitro-diagnostischen Gebrauch
  • CE-gekennzeichnet

Zweckbestimmung

Der Anti-Phosphatidylserin ist ein quantitativer Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zur Bestimmung von IgG und / oder IgM Antikörpern gegen Phosphatidyl-Serin in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von Antiphospholipid Antikörper Syndroms (APAS) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriums-medizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.


Diagnostische Bedeutung

Das Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich durch arterielle oder venöse Thrombosen, Thrombozytopenie und wiederkehrende fetale Verluste bemerkbar macht. Sie kann primär auftreten oder sekundär im Rahmen eines systemischen Lupus erythematodes (SLE) entstehen. Typisch ist das Vorhandensein von Autoantikörpern gegen negativ geladene Phospholipide, einschließlich Phosphatidyl-Serin. Diese dienen als wichtige Biomarker der Erkrankung und sind für Diagnose, Krankheitsverlaufskontrolle und Risikoeinschätzung essenziell.

Bei Autoimmunpatienten erkennen Phospholipid-Autoantikörper häufig nicht die freien Phospholipide, sondern Phospholipide in Verbindung mit Plasmaprotein-Kofaktoren wie β2-Glykoprotein I (β2 GP-I). Dieses 50 kDa schwere Serumprotein beeinflusst Thrombozytenaggregation und Gerinnung. Die positiv geladene fünfte Domäne von β2 GP-I bindet negativ geladene Phosphatidyl-Serin-Moleküle, was zu Konformationsänderungen des Proteins und zur Bildung neuer Epitope führt, die gezielt von autoimmunen Phospholipid-Autoantikörpern erkannt werden.

Der Anti-Phosphatidyl-Serin-Assay bietet eine hochsensitive und spezifische Methode zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Anti-Phosphatidyl-Serin-Autoantikörpern in humanem Serum. Er unterstützt Ärzt:innen bei der Risikoeinschätzung, dem Monitoring des Krankheitsverlaufs und der Patientenbetreuung. In Kombination mit anderen serologischen Tests, klinischen Befunden und bildgebenden Verfahren liefert der Assay eine umfassende Beurteilung des autoimmunen thrombotischen Risikos.

Produktspezifikationen

Titel Anti-Phosphatidylserin
Produktcode 4056
Indikation Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS)
Beschreibung Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgG und / oder IgM Antikörpern gegen Phosphatidyl-Serin in humanem Serum
Format Mikrotiterplatte beschichtet mit hochgereinigtem Rinderphosphatidylserin und menschlichem b2-Glykoprotein I
Gesamte Inkubationszeit 105 min.
Probenvolumen 10 µL Serum
Anzahl der Bestimmungen 96 (89 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen

Öffentliche Downloads

  SDS [REF 4056][eng]   SDS [REF 4056][deu]

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Aktuelle Version der Gebrauchsanweisung. Die jeweils gültige Version für die Testdurchführung finden Sie in der Produktverpackung.

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