Skip to main content

4067 – Anti-Faktor H

Highlights

  • Verwendung von IgG-Antikörpern gegen Komplementfaktor H (CFH)
  • Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: Waschpuffer), farb- und barcodiert
  • Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
  • Kurze Inkubationszeiten (60 min / 30 min / 15 min) bei Raumtemperatur
  • Quantitative Bestimmung von Glycoprotein 2 Isoform alpha (GP2a) in ng/mL
  • Hervorragende diagnostische Sensitivität und Spezifität bereits kurz nach Krankheitsbeginn
  • Korrelation mit der Akutität der Pankreatitis
  • Hohe Präzision und Linearität im Messbereich
  • CE-zertifiziert
  • Automatisierbar

Zweckbestimmung

Der Anti-Faktor H ist ein quantitativer Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern gegen den Komplementfaktor H (CFH) in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose des atypischen hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriums-medizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.


Diagnostische Bedeutung

HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) ist eine seltene, aber ernsthafte Erkrankung der kleinen Blutgefäße, die durch das Trias aus hämolytischer Anämie, Thrombozytopenie und akutem Nierenversagen gekennzeichnet ist. Die Mehrheit der HUS-Fälle wird durch Infektionen mit Shiga-Toxin-bildenden Escherichia coli-Bakterien verursacht, die meist mit einer initialen Phase von wässrigem oder blutigem Durchfall einhergehen. Diese Fälle können systemische Komplikationen, einschließlich neurologischer oder kardiologischer Beteiligung, nach sich ziehen; schwere Verläufe gehen mit einer Mortalitätsrate von bis zu 10 % einher.

Das atypische HUS (aHUS), das etwa 5–10 % aller HUS-Fälle ausmacht, tritt ohne diarrhöische Beschwerden auf und beruht auf einer Dysregulation des alternativen Komplementwegs. Diese kann durch genetische Mutationen in Komplementregulationsproteinen oder durch die Entwicklung von Autoantikörpern gegen den Komplementfaktor H (CFH) entstehen. CFH-Autoantikörper hemmen die Funktion von CFH, führen zu persistierender Komplementaktivierung, Endothelschäden und thrombotischer Mikroangiopathie. Der Nachweis von CFH-Antikörpern ist daher entscheidend für eine genaue Diagnose, die Abgrenzung vom typischen HUS und die Planung gezielter Therapiestrategien.

Die rechtzeitige Identifizierung von CFH-Antikörpern ermöglicht gezielte therapeutische Entscheidungen, einschließlich frühzeitiger Plasmapherese oder Komplementinhibition, und reduziert das Risiko von Organschäden, insbesondere der Nieren. Die quantitative Bestimmung von CFH-Antikörpern unterstützt zudem die laufende Patientenüberwachung, die Bewertung der Therapieeffizienz, das Erkennen von Rezidiven und die Prognoseeinschätzung. Diese Ergebnisse liefern außerdem wertvolle Erkenntnisse für die Forschung zu komplementvermittelten Erkrankungen und tragen zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze bei.

Publikationen

Produktspezifikationen

Titel Anti-Faktor H
Produktcode 4067
Indikation Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)
Beschreibung Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgG Antikörpern gegen den Komplementfaktor H in humanem Serum
Format Mikrotiterplatte beschichtet mit rekombinantem humanem Faktor H
Gesamte Inkubationszeit 105 min.
Probenvolumen 10 µL Serum
Anzahl der Bestimmungen 48 (41 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen

Öffentliche Downloads

  SDS [REF 4067][eng]   SDS [REF 4067][deu]   Flyer [REF 4067][Anti-Faktor H][eng]   Flyer [REF 4067][Anti-Faktor H][deu]   Flyer [REF 4067][Anti-Faktor H][ita]   Flyer [REF 4067][Anti-Faktor H][esp]

Geschützte Downloads - Kennwort erforderlich

Aktuelle Version der Gebrauchsanweisung. Die jeweils gültige Version für die Testdurchführung finden Sie in der Produktverpackung.

Kontakt