3650 – Anti-GP2 Iso 1 IgA

Highlights
- Verwendung rekombinanter und nativer nukleärer sowie zytoplasmatischer Antigene
- Gebrauchsfertige (Ausnahme: Konjugat und Waschpuffer) und barcodierte Reagenzien
- Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
- Inkubation bei Raumtemperatur
- Quantitative Bestimmung von IgA-Antikörpern gegen deamidiertes Gliadin
- Kalibriert mit interner Standardpräparation
- Ergebnisse in IU/L
- Exzellente diagnostische Sensitivität und Spezifität
- Hohe Präzision im Messbereich
- CE-zertifiziert
- Automatisierbar
Zweckbestimmung
Der Anti-GP2 Iso 1 IgA ist ein quantitativer enzyme-linked immunosorbent assay (ELISA) zur Bestimmung von IgA Antikörpern gegen Glycoprotein 2 (GP2) Isoform 1 in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose der Primär Sclerosierenden Cholangitis in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Verlauf und Risiken der PSC
Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine langsam fortschreitende Erkrankung der Gallenwege, die vorwiegend junge Erwachsene bis zum mittleren Lebensalter betrifft. In einem erheblichen Anteil der Fälle führt sie im Endstadium zu einer Leberentzündung. Krankheitsbedingte Komplikationen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Selbst bei asymptomatischen Patienten besteht das Risiko fortschreitender Veränderungen der Gallenwege sowie des Auftretens eines Cholangiokarzinoms.
Die Prävalenz des Cholangiokarzinoms bei PSC-Patienten liegt bei 5–10 %, wobei etwa die Hälfte der Fälle innerhalb von zwei Jahren nach Erstdiagnose entdeckt wird. Aktuell existiert keine wirksame pharmakologische Therapie; die Lebertransplantation bleibt die einzige Heilungsmöglichkeit. Ein Wiederauftreten der PSC nach einer Operation ist dabei keine Seltenheit.
Rolle von Glykoprotein 2 (GP2)
Das Glykoprotein 2 (GP2) wird überwiegend im exokrinen Pankreas gebildet. Bisher wurden vier menschliche GP2-Isoformen identifiziert (GP2 1–4). Sowohl Anti-GP2-IgA- als auch IgG-Autoantikörper wurden zuerst bei entzündlichen Darmerkrankungen nachgewiesen. Später zeigte sich ein Zusammenhang zwischen GP2-Antikörpern und bestimmten PSC-Phänotypen mit schlechter Prognose, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Cholangiokarzinomen.
Klinische Relevanz von Anti-GP2-IgA
IgA-Antikörper gegen die Isoformen 1 und 4 von GP2 korrelieren mit Leberfunktionsstörungen. Während IgA-Antikörper gegen Isoform 4 prädiktiv für das Auftreten eines Cholangiokarzinoms sind, deuten IgA-Antikörper gegen Isoform 1 auf eine schlechte Prognose und eine geringere Überlebensrate hin.
Die niedrige Prävalenz und fehlende klinische Bedeutung von Anti-GP2-IgG-Antikörpern bei PSC legen nahe, dass Anti-GP2-IgA eine pathogene Rolle bei der Erkrankung spielen könnte.
Publikationen
Produktspezifikationen
| Titel | Anti-GP2 Iso 1 IgA |
| Produktcode | 3650 |
| Indikation | Primär sklerosierende Cholangitis |
| Beschreibung | Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgA Antikörpern gegen Glykoprotein 2 (GP2) Isoform 1 in humanem Serum |
| Format | Mikrotiterplatte beschichtet mit rekombinantem humanem Glykoprotein 2 Isoform 1 |
| Gesamte Inkubationszeit | 105 min. |
| Probenvolumen | 10 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 96 (89 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen |
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