8101, 81040 ANA HEp-2 plus

Highlights
- Objektträger mit HEp-2 Zellen
- Screeningtest zur Unterstützung bei der Diagnose systemischer Autoimmunerkrankungen
- Qualitative und semi-quantitative Bestimmung der IgG Antikörperaktivität
- Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: PBS Puffer)
- Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
- Kurze Inkubationszeiten (30 min / 30 min) bei Raumtemperatur
- Universelle Prozessierung zur parallelen Anwendung mehrerer IF Assays
- Hohe diagnostische Sensitivität und Spezifität
- CE markiert
Zweckbestimmung
Der ANA HEp-2 plus ist ein Immunfluoreszenzassay (IFA) zur qualitativen und semi-quantitativen Bestimmung von IgG Antikörpern in humanem Serum nukleäre und zytoplasmatische Antigene mittels HEp-2 Zellen. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von Autoimmunerkrankungen in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Die Diagnose von Autoimmunerkrankungen erfolgt auf Basis des klinischen Krankheitsbildes sowie laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. Dabei spielt insbesondere der Nachweis spezifischer Autoantikörper eine zentrale Rolle. Diese Antikörper richten sich gegen körpereigene Strukturen und liefern wichtige Hinweise auf zugrunde liegende immunologische Prozesse.
Der klinische Verdacht stützt sich daher häufig auf den Nachweis von Antikörpern gegen nukleäre oder zytoplasmatische Antigene (ANA). Solche Autoantikörper gelten als charakteristisches Merkmal verschiedener systemischer Autoimmunerkrankungen. Dazu gehören beispielsweise der systemische Lupus erythematodes (SLE), das Sjögren-Syndrom, die progressive systemische Sklerose (PSS), die Mischkollagenose (MCTD), die rheumatoide Arthritis (RA) sowie die Dermatomyositis.
Nachweis von ANA mittels Immunfluoreszenz
Für die Bestimmung dieser Antikörper hat sich insbesondere die Verwendung fixierter HEp-2-Zellen auf Objektträgern in Immunfluoreszenzassays (IFA) etabliert. Diese Methode wird in der Labordiagnostik häufig eingesetzt, da sie einen sehr sensitiven Nachweis von Antikörpern gegen nukleäre oder zytoplasmatische Antigene ermöglicht.
Darüber hinaus bietet der Immunfluoreszenztest einen weiteren diagnostischen Vorteil. Neben dem reinen Nachweis der Antikörper kann auch das spezifische Fluoreszenzmuster beurteilt werden. Dadurch lassen sich zusätzliche Hinweise auf die Antigenspezifität der vorhandenen Autoantikörper gewinnen.
Bedeutung der Fluoreszenzmuster
Das beobachtete Fluoreszenzmuster kann somit wichtige Informationen für die klinische Interpretation liefern. Verschiedene Muster, wie zum Beispiel homogen, gesprenkelt, nukleolär oder zentromer, sind häufig mit bestimmten Autoantikörpern und Krankheitsbildern assoziiert. Somit unterstützt die Analyse der Fluoreszenzmuster die weitere Differenzierung systemischer Autoimmunerkrankungen. In Kombination mit klinischen Befunden sowie weiteren serologischen Untersuchungen ermöglicht die ANA-Diagnostik daher eine frühzeitige und präzise Identifizierung der zugrunde liegenden Erkrankung.
Publikationen
- Zaripova et al., (2025) SSc with Interstitial Lung Disease-Identification of Novel Immunogenetic Markers and Ethnic Specificity in Kazakh Patients
- Mayr et al., (2025) Pilot Study of AI-Assisted ANA Immunofluorescence Reading-Comparison with Classical Visual Interpretation
- Liedtke et al., (2023) Over-Expr. of LEDGF-p75 in HEp-2 Cells Enhances Autoimmune IgG Response in Patients with PBH-A Novel Diagnostic Approach with Therapeutic Consequence
- Röber et al., (2021) Strong Association of the Myriad Discrete Speckled Nuclear Pattern With Anti-SS-ARo60 Abs
- Akmatov et al., (2017) ANA in the general German population prevalence and lack of association with selected cardiovascular and metabolic disorders
- Loock et al., (2017) Automated evaluation of ANA under real-life conditions
- Egerer et al., (2010) Automated evaluation of autoantibodies on human epithelial-2 cells as an approach to standardize cell-based immunofluorescence tests
Produktspezifikationen
| Titel | ANA HEp-2 plus |
| Produktcode | 8101 oder 81040 |
| Indikation | Systemische Autoimmunkrankheiten |
| Beschreibung | Immunfluoreszenzassay (IFA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern gegen nukleäre und zytoplasmatische Antigene (ANA) in humanem Serum |
| Format | Objektträger beschichtet mit HEp-2-Zellen |
| Gesamte Inkubationszeit | 60 min. |
| Probenvolumen | 5 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 120 (10 x 12) oder 480 (40 x 12) |
Öffentliche Downloads
SDS [REF 8101, 81040][eng] SDS [REF 8101, 81040][deu] Flyer [REF 8101, 81040][ANA HEp-2 plus][eng] Flyer [REF 8101, 81040][ANA HEp-2 plus][deu] Flyer [IFA Product Portfolio][eng]Geschützte Downloads - Kennwort erforderlich
Aktuelle Version der Gebrauchsanweisung. Die jeweils gültige Version für die Testdurchführung finden Sie in der Produktverpackung.