4016 – Anti-Cardiolipin

Highlights
- Verwendung von IgG- und/oder IgM-Antikörpern gegen Cardiolipin
- Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: Waschpuffer), farb- und barcodiert
- Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
- Kurze Inkubationszeiten (60 min / 30 min / 15 min) bei Raumtemperatur
- Unterstützt die Diagnose des Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndroms (APAS)
- Exzellente diagnostische Sensitivität und Spezifität bereits kurz nach Krankheitsbeginn
- Nachweis von Cardiolipin-Antikörpern in Verbindung mit β2-Glykoprotein I
- Hohe Präzision und Linearität im Messbereich
- CE-zertifiziert
- Automatisierbar
Zweckbestimmung
Der Anti-Cardiolipin ist ein quantitativer Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zur Bestimmung von IgG und/oder IgM Antikörpern gegen Cardiolipin in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose des Antiphospholipid Antikörper Syndroms (APAS) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriums-medizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.
Diagnostische Bedeutung
Das Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich klinisch durch Thrombozytopenie, arterielle und venöse Thrombosen sowie wiederkehrende fetale Verluste manifestiert. Auch Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) weisen häufig Autoantikörper auf, die negativ geladene Phospholipide erkennen. Der Nachweis dieser Antikörper ist ein etablierter diagnostischer Marker und spielt eine zentrale Rolle bei der Identifikation und Differenzialdiagnose von systemischen Autoimmunerkrankungen.
Cardiolipin-Antikörper bei Autoimmunpatienten binden spezifisch an Cardiolipin, das mit Plasmaprotein-Kofaktoren wie β2-Glykoprotein-I (β2 GP-I) assoziiert ist. β2 GP-I ist ein Serumprotein mit einem Molekulargewicht von ca. 50 kDa, das wichtige Funktionen bei der Thrombozytenaggregation und Blutgerinnung erfüllt. Die Interaktion zwischen negativ geladenem Cardiolipin und der positiv geladenen fünften Domäne von β2 GP-I führt zu Konformationsänderungen des Proteins und zur Bildung neuer Epitope. Diese neu entstandenen Epitope werden von autoimmunen Phospholipid-Autoantikörpern erkannt, was die Pathogenese und Diagnostik von APAS entscheidend beeinflusst.
Die quantitative Bestimmung von IgG- und IgM-Antikörpern gegen Cardiolipin liefert wertvolle Informationen zur Risikoabschätzung für thrombotische Ereignisse und zur Überwachung des Krankheitsverlaufs. In Kombination mit anderen klinischen Parametern unterstützt der Anti-Cardiolipin Immunoassay eine präzise Diagnose, eine frühzeitige Therapieentscheidung und eine verbesserte Prognose für Patienten mit APAS.
Publikationen
Produktspezifikationen
| Titel | Anti-Cardiolipin |
| Produktcode | 4016 |
| Indikation | Anti-Phospholipid-Antikörper-Syndrom (APAS) |
| Beschreibung | Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgG und/oder IgM Antikörpern gegen Cardiolipin in humanem Serum |
| Format | Mit Cardiolipin-Komplex beschichtete Mikrotiterplatte |
| Gesamte Inkubationszeit | 105 min. |
| Probenvolumen | 10 µL Serum |
| Anzahl der Bestimmungen | 96 (89 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen |
Öffentliche Downloads
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