4259 – Anti-PR3 hs

Pipetting on enzyme-immunoassay (ELISA) microplate at Medipan and GA Generic Assays Lab.

Highlights

  • Verwendung von IgG-Antikörpern gegen Proteinase 3 (PR3)
  • Gebrauchsfertige Reagenzien (Ausnahme: Waschpuffer), farb- und barcodiert
  • Qualitätssichere Anwendung im Routinelabor
  • Kurze Inkubationszeiten (60 min / 30 min / 15 min) bei Raumtemperatur
  • Quantitative Bestimmung von IgG-Antikörpern
  • Unterstützt die Diagnose systemischer Vaskulitiden (SV), einschließlich Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)
  • Korrelation mit Krankheitsaktivität
  • Hohe Sensitivität für PR3-Antikörper, erkennt konformationelle Epitope
  • CE-gekennzeichnet
  • Automatisierbar

Zweckbestimmung

Der Anti-PR3 hs ist ein quantitativer Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zur Bestimmung von IgG Antikörpern gegen Proteinase 3 (PR3) in humanem Serum. Er dient zur Unterstützung bei der Diagnose von systemischer Vaskulitis (SV) in Verbindung mit anderen klinischen und laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen. Der Immunoassay ist für den manuellen professionellen in-vitro diagnostischen Gebrauch bestimmt.


Diagnostische Bedeutung

Krankheitsmechanismus und klinische Manifestation

Die Pathogenese der systemischen Vaskulitis (SV) wird vor allem durch Entzündungen der Blutgefäßwände und die daraus resultierenden morphologischen Veränderungen geprägt. Sowohl Arterien als auch Venen können gleichzeitig betroffen sein, was zu einer Vielzahl klinischer Symptome führt. Allgemeine Anzeichen wie Abgeschlagenheit, Fieber und Gewichtsverlust sind häufig die ersten Hinweise auf die Erkrankung. Je nach betroffener Gefäßart kann sich der Krankheitsverlauf stark unterscheiden – von milden Symptomen bis hin zu rasch progredienten Organbeteiligungen, einschließlich Nieren, Lunge oder Nervensystem.

Rolle von ANCA und PR3-Autoantikörpern

Anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA) spielen eine zentrale Rolle bei der serologischen Diagnostik der SV. Sie werden üblicherweise durch indirekte Immunfluoreszenz (IIF) auf ethanol-fixierten humanen Neutrophilen nachgewiesen. Dabei unterscheidet man zwischen zytoplasmatischen ANCA (cANCA) und perinukleären ANCA (pANCA). Das pANCA-Muster wird überwiegend durch die Reaktivität von Myeloperoxidase (MPO) verursacht, einem kationischen Protein in azurophilen Granula, während cANCA vor allem auf Proteinase 3 (PR3) reagiert.

MPO-Autoantikörper treten bei verschiedenen Vaskulitiden auf, darunter mikroskopische Polyangiitis, Churg-Strauss-Syndrom und Polyarteritis nodosa. PR3-Autoantikörper hingegen sind ein hochspezifischer Marker für die Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, früher Wegener-Granulomatose). Die Höhe der PR3-Antikörper-Titer korreliert stark mit der Krankheitsaktivität und spiegelt sowohl das Ausmaß der Entzündung als auch die proteolytische Aktivität von PR3 wider. Daher sind PR3-Autoantikörper nicht nur diagnostisch wertvoll, sondern auch für das Monitoring des Krankheitsverlaufs und die Beurteilung des Therapieansprechens entscheidend.

 

Publikationen

Produktspezifikationen

Titel Anti-PR3 hs
Produktcode 4259
Indikation Systemische Vaskulitis
Beschreibung Enzymimmunoassay zur quantitativen Bestimmung von IgG Antikörpern gegen Proteinase 3 (PR3) in humanem Serum
Format Mikrotiterplatte beschichtet mit gereinigter nativer humaner Proteinase 3 (PR3) aus neutrophilen Granulozyten
Gesamte Inkubationszeit 105 min.
Probenvolumen 10 µL Serum
Anzahl der Bestimmungen 96 (89 x 1) + 5 x Kalibratoren + 2 x Kontrollen

Öffentliche Downloads

  SDS [REF 4259][eng]   SDS [REF 4259][deu]

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